Professionelle Bautrocknung mit Trocknungsgeräten nach einem Wasserschaden

Eigene Trocknungstechnik

Technische Trocknung: raus mit der Feuchtigkeit, bevor Schimmel kommt

Mit dem Abpumpen des Wassers ist es nicht getan. Decken, Wände und Fußböden, in die Wasser eingedrungen ist, müssen fachgerecht austrocknen – sonst folgen Geruch, Zersetzung und Schimmel.

  • Eigene Geräte, keine Wartezeit
  • Protokollierte Kontrollmessungen
  • Schallgedämpft, wo möglich

Warum Lüften und Heizen nicht reicht

Sind Dämmschichtbereiche unter dem Estrich oder im Trockenbau betroffen, lassen sich diese Zonen durch Lüften oder einen Raumtrockner allein nicht entfeuchten. Das Wasser sitzt eingeschlossen zwischen Estrich und Rohbetondecke, kommt von selbst kaum heraus und bleibt dort monatelang. Sichtbar wird das oft erst, wenn der Bodenbelag sich wellt oder es zu riechen beginnt.

Die Verfahren

Dämmschichttrocknung

Das häufigste Verfahren bei schwimmendem Estrich. Über kleine Kernbohrungen wird die Dämmschicht durchströmt: Entweder wird die feuchte Luft abgesaugt (Unterdruckverfahren) oder trockene, warme Luft eingeblasen (Überdruckverfahren), die sich in der Schicht mit Feuchtigkeit anreichert und über die Randfugen wieder austritt. Auch eine Kombination aus beidem ist möglich. Bei gefliesten Böden lösen wir einzelne Fliesen vor dem Bohren zerstörungsfrei, damit sie später wieder eingesetzt werden können.

Der große Vorteil: Der Estrich bleibt liegen, der Bodenbelag ist in vielen Fällen zu retten. Zur Keimreduktion führen wir die Abluft über Hepa-Filter.

Hohlraumtrocknung

Bei Vorwandinstallationen, abgehängten Decken und Trockenbauwänden sitzt das Wasser in Hohlräumen hinter der Beplankung. Über kleine Öffnungen werden diese Bereiche gezielt durchströmt, ohne die gesamte Konstruktion zu öffnen.

Wand- und Deckentrocknung

Durchfeuchtetes Mauerwerk und Beton trocknen wir mit Adsorptions- oder Kondensationstrocknern, unterstützt durch Ventilatoren, die die Luft an der Oberfläche bewegen. Bei stark saugenden Baustoffen dauert das länger – Ziegel und Kalksandstein geben ihre Feuchte nur langsam ab.

Raumtrocknung

Begleitend zu allen Verfahren hält ein Raumtrockner die Luftfeuchte niedrig. Sonst nimmt die Raumluft die austretende Feuchtigkeit auf und gibt sie an anderer Stelle wieder ab – etwa an kühlen Außenwänden, wo dann neuer Schimmel entsteht.

Welche Geräte zum Einsatz kommen

  • Kondensationstrockner: Standard bei normalen Raumtemperaturen, entziehen der Luft Feuchtigkeit über einen Kältekreislauf
  • Adsorptionstrockner: arbeiten auch bei niedrigen Temperaturen, etwa im unbeheizten Keller
  • Turbinen und Ventilatoren: bewegen die Luft an den feuchten Oberflächen
  • Unterdruckanlagen mit Hepa-Filter: halten Fasern und Keime im Schadenbereich
  • Luftreiniger: im bewohnten Umfeld, besonders bei Rückbauarbeiten

Wir setzen ausschließlich moderne Geräte ein, die die Umwelt nicht durch unnötig hohen Energieverbrauch belasten. In bewohnten Einheiten verwenden wir, wo immer möglich, geräuscharme Trocknungsgeräte.

Dämmschichttrocknung mit Keimreduktion im Bodenaufbau nach einem Wasserschaden
Dämmschichttrocknung im Bodenaufbau – der Estrich bleibt liegen.

Kontrollmessungen: wann ist trocken wirklich trocken?

Ein Trocknungsgerät läuft nicht nach Zeitplan, sondern nach Messwert. Wir messen regelmäßig nach und halten den Verlauf fest. Abgebaut wird erst, wenn die Zielwerte für den jeweiligen Baustoff erreicht sind – nicht, wenn die Oberfläche sich trocken anfühlt. Den Verlauf bekommen Sie auf Wunsch schriftlich, ebenso Ihre Versicherung.

Wie lange dauert die Trocknung?

Die Trockenlegung einer Wohnung kann mehrere Wochen dauern. Wie lange genau, hängt vom Ausmaß des Schadens ab, von der Zahl der betroffenen Räume, von der zu trocknenden Fläche und vor allem vom Bodenaufbau. Als Anhaltspunkt: Eine Dämmschichttrocknung liegt typischerweise zwischen einer und vier Wochen. Eine belastbare Einschätzung geben wir nach der ersten Messung.

Stromkosten: Die Geräte laufen durchgehend. Wir erfassen die Laufzeiten und stellen eine Stromkostenbescheinigung aus, die Sie bei Ihrer Versicherung einreichen können.

Häufige Fragen

Muss ich während der Trocknung ausziehen?

In den meisten Fällen nicht. Die Geräte sind hörbar, in Wohnräumen setzen wir wo möglich schallgedämpfte Modelle ein. Ist ein Auszug nötig, klären wir das früh, weil die Kosten dafür je nach Police übernommen werden.

Darf ich die Geräte nachts ausschalten?

Nein, das verlängert die Trocknung erheblich und kann sie sogar unwirksam machen. Die Feuchtigkeit wandert in den Pausen zurück in die Bauteile. Die Geräte müssen durchlaufen.

Muss der Estrich raus?

Meistens nicht. Ausgebaut wird, wenn die Dämmung stark kontaminiert ist, das Wasser verschmutzt war – etwa bei Abwasser – oder die Konstruktion eine Durchströmung nicht zulässt. Entschieden wird anhand von Messwerten.

Was passiert mit den Bohrlöchern im Boden?

Nach Abschluss werden die Kernbohrungen fachgerecht verschlossen. Gelöste Fliesen setzen wir wieder ein. Bei anderen Belägen stimmen wir die Wiederherstellung vorab ab.

Wie merke ich, dass die Trocknung wirkt?

An den Messwerten. Wir dokumentieren den Verlauf, sodass der Rückgang der Feuchte nachvollziehbar ist. Wenn sich über mehrere Messungen nichts tut, stimmt etwas mit dem Aufbau nicht – dann wird nachgesteuert.

Technische Trocknung in Ihrer Stadt

Nasser Boden, aber unklar wie tief?

Wir messen, bevor wir Geräte aufstellen – und stellen nur auf, was wirklich nötig ist.

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