24h-Notdienst
Elementarschaden: Soforthilfe nach Hochwasser und Starkregen
Wenn Wasser von außen ins Gebäude kommt, zählt vor allem die erste Woche. Danach entscheidet sich, ob aus dem nassen Keller ein Schimmelschaden wird. Wir pumpen ab, reinigen, trocknen und sanieren – und dokumentieren dabei jeden Schritt.
- Rund um die Uhr erreichbar
- Eigene Trocknungstechnik
- Fotos und Messwerte für die Schadenbearbeitung
Was ein Elementarschaden ist
Der Begriff kommt aus der Versicherungsbranche und meint Schäden durch außergewöhnliche Naturereignisse – also durch etwas, das niemand steuern kann. Dazu zählen:
- Hochwasser und Überschwemmung – Wasser tritt aus Flüssen oder Seen aus
- Starkregen – kurze, sehr intensive Niederschläge, bei denen das Wasser nicht abfließen kann
- Rückstau – Wasser drückt aus der überlasteten Kanalisation zurück ins Gebäude
- Schneedruck und Lawinen – die Last des Schnees beschädigt Dächer
- Erdrutsch und Erdfall – Boden bewegt sich abwärts oder bricht ein
- Erdbeben und, sehr selten, Vulkanausbruch
- Sturmflut – erhöhte Wasserstände an der Küste
In der Wetterau sind praktisch nur die ersten vier Punkte relevant. Vor allem Starkregen und Rückstau nehmen zu: Die Kanalisation ist für die Regenmengen der letzten Jahre vielerorts nicht ausgelegt.
Hochwasser und Überschwemmung – der Unterschied
Hochwasser ist der Anstieg des Wasserstands in einem Gewässer, meist durch langanhaltenden Regen, Schneeschmelze oder Sturm. Tritt das Wasser über die Ufer, entstehen Schäden. Überschwemmung ist der weitere Begriff und meint jede Überflutung – auch die durch Starkregen auf einem Hang oder durch Rückstau im Keller, ganz ohne Fluss in der Nähe.
Für die Sanierung ist der Unterschied gering, für den Versicherungsschutz kann er entscheidend sein. Deshalb halten wir in der Dokumentation fest, wo das Wasser herkam und wie hoch es stand.
Was Sie sofort tun können
Zuerst die Sicherheit. Betreten Sie einen überfluteten Keller nicht, solange dort Strom anliegt. Sicherung heraus, und wenn der Sicherungskasten selbst im Wasser steht: Finger weg und den Netzbetreiber rufen. Wasser und Strom haben schon mehr Menschen verletzt als der eigentliche Schaden.
- Fotografieren Sie den Zustand, bevor Sie aufräumen – der Wasserstand an der Wand ist später nicht mehr nachweisbar
- Melden Sie den Schaden Ihrem Versicherer, auch wenn noch nichts abzusehen ist
- Bringen Sie Wertsachen und Papiere nach oben, soweit es gefahrlos geht
- Lüften Sie nicht auf gut Glück – bei feuchtwarmer Außenluft bringt das mehr Feuchtigkeit ins Haus als es abtransportiert
- Werfen Sie beschädigte Gegenstände noch nicht weg, sondern lassen Sie sie erfassen
Weitere Punkte stehen in unserer Checkliste für die ersten Stunden.
Wie wir vorgehen
- Wasser entfernen. Abpumpen und absaugen, damit der Schaden nicht weiter in die Bausubstanz zieht.
- Reinigen und desinfizieren. Hochwasser ist selten sauberes Wasser – Kanalinhalt, Heizöl und Schlamm sind häufig dabei. Der Bereich wird gereinigt, bevor getrocknet wird.
- Rückbauen, was nicht zu retten ist. Durchfeuchtete Dämmung, aufgequollene Einbauten, kontaminierte Beläge.
- Trocknen. Mit eigener Trocknungstechnik und Kontrollmessungen, bis die Zielwerte erreicht sind.
- Wiederherstellen. Estrich, Putz, Boden, Farbe – siehe Bausanierung.
Der Grund für die Eile ist nicht der Wasserstand, sondern das, was danach kommt: In durchfeuchteten Bauteilen beginnt binnen weniger Tage mikrobielles Wachstum. Wird zügig getrocknet, bleibt es beim Wasserschaden. Wird es nicht, kommt ein Schimmelschaden dazu.
Typische Schäden
- Gebäude – durchfeuchtete Wände und Böden, im Extremfall Schäden an der Substanz
- Hausrat – Möbel, Elektrogeräte und persönliche Dinge werden unbrauchbar
- Heizung und Technik – Öltanks, Brenner und Elektroverteilungen im Keller
- Umwelt – ausgelaufenes Heizöl ist der Fall, der aus einem Wasserschaden eine Sanierung mit Behördenbeteiligung macht
- Außenanlagen – Erosion, Schlamm, unterspülte Wege
Und die Versicherung?
Schäden durch Hochwasser, Überschwemmung und Rückstau sind in Wohngebäude- und Hausratversicherungen nicht automatisch enthalten. Dafür ist eine zusätzliche Elementarschadenversicherung nötig, die sich zu beiden hinzuvereinbaren lässt. Bei Rückstau setzen viele Verträge außerdem eine funktionierende Rückstausicherung voraus.
Was wir liefern, sind die Unterlagen: Fotos vom Zustand, Messwerte über den Trocknungsverlauf, Leistungsnachweise über das, was gemacht wurde. Auf Wunsch unterstützen wir Sie bei der Kommunikation mit Ihrem Versicherer. Entscheidungen zu Versicherungsschutz und Kostenübernahme trifft ausschließlich Ihr Versicherer.
Häufige Fragen
Nach einem Unwetter sind viele betroffen – kommen Sie trotzdem?
Wir sind ein regionaler Betrieb mit eigener Technik, keine Vermittlung. Bei einem großflächigen Unwetter sind aber auch unsere Geräte und Leute endlich. Wir sagen Ihnen am Telefon ehrlich, wann wir kommen können – und wenn wir es nicht schaffen, sagen wir auch das, statt einen Termin zu versprechen, den wir nicht halten.
Muss ich mit dem Aufräumen auf Sie warten?
Mit dem Abpumpen nicht, wenn es gefahrlos möglich ist – je früher das Wasser raus ist, desto besser. Fotografieren Sie aber vorher. Beschädigte Gegenstände sollten Sie nicht entsorgen, bevor sie erfasst sind.
Wie lange dauert die Trocknung nach einer Überflutung?
Bei durchnässtem Mauerwerk und Estrich meist mehrere Wochen. Wie lange genau, zeigen die Kontrollmessungen – abgebaut wird, wenn die Werte stimmen, nicht wenn der Kalender es nahelegt.
Was ist, wenn Heizöl ausgelaufen ist?
Dann ist es kein normaler Wasserschaden mehr. Ölkontaminiertes Material muss gesondert entsorgt werden, und je nach Menge sind Untere Wasserbehörde und Versicherer einzubinden. Sagen Sie es beim Anruf gleich dazu – das ändert, womit wir anrücken.
Hilft eine Rückstausicherung?
Gegen Wasser, das aus der Kanalisation zurückdrückt: ja, das ist genau ihr Zweck. Gegen Wasser, das oberirdisch durch Kellerfenster und Lichtschächte läuft, hilft sie nicht. Viele Verträge setzen eine funktionsfähige Rückstausicherung voraus – Wartung lohnt sich also doppelt.
Elementarschäden in Ihrer Stadt
Wasser im Keller nach Unwetter?
Erst die Sicherung raus, dann anrufen. Je früher getrocknet wird, desto kleiner bleibt der Schaden.