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Zerstörungsfreie Ortung

Leckageortung: die Ursache finden, ohne alles aufzureißen

Feuchte Böden, Decken oder Wände sind die häufigsten Hinweise auf ein Leck in einer wasserführenden Leitung. Wir grenzen die Stelle mit sechs Verfahren so genau ein, dass nur dort geöffnet wird, wo es wirklich nötig ist.

  • Sechs Ortungsverfahren
  • Messprotokoll inklusive
  • Auch als reine Ortungsleistung

Warum sich eine Ortung fast immer rechnet

Selbst ein minimaler, aber kontinuierlicher Wasserverlust kann sich langfristig zu einem kostspieligen Wasserschaden entwickeln. Häufig sind wasserführende Leitungen mit bloßem Auge nicht zu erreichen – das Wasser wandert durch Estrich, Dämmschicht und Wandaufbau und tritt weit entfernt von der eigentlichen Schadstelle aus. Wer an der falschen Stelle öffnet, richtet mehr Schaden an als das Leck selbst.

Deshalb steht am Anfang immer die Ortung. Ziel ist eine möglichst präzise Aussage zu Ort und Umfang, ohne Wände oder Böden großflächig zu öffnen. Erst wenn die Ursache feststeht, wird geöffnet – punktuell.

Die sechs Verfahren im Einzelnen

1. Feuchtemessung

Der Einstieg in jede Ortung. Die Widerstandsfeuchtemessung beruht darauf, dass feuchte Baustoffe elektrisch leitfähiger sind – der elektrische Widerstand sinkt. Damit lassen sich verdeckte Durchfeuchtungen zuverlässig eingrenzen, ohne die Fassade oder den Bodenaufbau zu öffnen. Ergänzend arbeiten wir mit kapazitiver Messung für die schnelle Übersicht und, wo es auf Genauigkeit ankommt, mit Messungen im Bodenaufbau über kleine Öffnungen.

2. Thermografie

Die Wärmebildkamera macht Temperaturunterschiede sichtbar. Feuchte Bereiche kühlen anders aus als trockene, warmführende Leitungen zeichnen sich im Aufbau ab. Besonders hilfreich bei Fußbodenheizungen und Warmwasserleitungen – dort lässt sich der Verlauf oft direkt an der Oberfläche ablesen.

3. Akustische Ortung

Wasser, das unter Druck aus einer Leitung austritt, erzeugt ein Geräusch. Mit Körperschallmikrofonen und Bodenmikrofonen wird dieses Geräusch hörbar gemacht und über mehrere Messpunkte eingegrenzt. Das Verfahren eignet sich vor allem für Druckleitungen und funktioniert auch unter Estrich.

4. Technische Endoskopie

Für die Untersuchung von Rohrleitungen in schwer zugänglichen Hohlräumen – in Schächten, unter Bade- und Duschwannen oder in Installationskanälen. Über eine kleine Öffnung wird eine Kamerasonde eingeführt, sodass Schadstellen ausführlich untersucht und dokumentiert werden können, ohne die Verkleidung zu entfernen.

5. Rohrkamera und Kanal-TV

Bei Abwasser- und Grundleitungen fährt eine Kamera die Leitung ab. So werden Rohrbrüche, Wurzeleinwuchs, Versätze und Ablagerungen sichtbar und lassen sich exakt verorten – Grundlage für eine gezielte Reparatur statt eines aufwendigen Suchaushubs.

6. Gezielte Bauteilöffnung

Wenn die vorherigen Verfahren die Stelle eingegrenzt haben, wird geöffnet – klein, gezielt und an der Stelle mit dem geringsten Schaden. Bei gefliesten Böden lösen wir einzelne Fliesen zerstörungsfrei, sodass sie später wieder eingesetzt werden können. Ergänzend kommen Druckproben zum Einsatz, um einen Leitungsstrang gezielt zu prüfen und andere auszuschließen.

Welches Verfahren wann? In der Praxis kombinieren wir mehrere. Die Feuchtemessung zeigt, wo etwas nicht stimmt, Thermografie und Akustik grenzen weiter ein, Endoskopie oder Rohrkamera liefern das Bild. Erst aus der Kombination ergibt sich eine Aussage, auf die man einen Eingriff stützen kann.

Feuchtigkeitsmessung an einer Wand während der Leckageortung
Feuchtemessung an der Wand – der erste Schritt jeder Ortung.

So läuft eine Ortung ab

  1. BestandsaufnahmeWo zeigt sich Feuchtigkeit, seit wann, welche Leitungen verlaufen dort? Oft hilft schon der Wasserzähler weiter.
  2. Flächige MessungFeuchteprofil über den betroffenen Bereich, um die Ausdehnung zu bestimmen.
  3. EingrenzungThermografie, Akustik oder Druckprobe – je nach Leitungsart und Bauweise.
  4. SichtprüfungEndoskopie oder Rohrkamera dort, wo die Messwerte hinzeigen.
  5. ProtokollMesswerte, Fotos und die Einschätzung zur Schadstelle – für Sie, Ihren Installateur und die Schadenbearbeitung.

Nach erfolgter Ortung kann sich der Installateur auf die Reparatur konzentrieren, und wir leiten – falls Bausubstanz durchnässt ist – die technische Trocknung ein.

Häufige Fragen

Muss für die Ortung die Wand aufgestemmt werden?

In den allermeisten Fällen nicht. Ziel der Ortung ist gerade, das zu vermeiden: Erst wenn Messung, Thermografie und Endoskopie die Stelle eingegrenzt haben, wird gezielt und klein geöffnet.

Kann ich nur die Ortung beauftragen?

Ja. Viele Kunden lassen nur orten, weil ihr Installateur die Reparatur selbst übernimmt oder die Versicherung eine Ursachenfeststellung verlangt. Sie erhalten dann das Ortungsprotokoll mit Messwerten und Fotos.

Woran merke ich überhaupt, dass ich ein Leck habe?

Typische Hinweise sind feuchte oder verfärbte Wände, ein unerklärlich hoher Wasserverbrauch, rauschende Leitungen bei geschlossenen Hähnen, ein sich drehender Wasserzähler und muffiger Geruch.

Wie lange dauert eine Leckageortung?

Eine übliche Ortung in einer Wohnung dauert zwischen einer und drei Stunden. Bei verzweigten Leitungsnetzen oder mehreren betroffenen Einheiten kann ein zweiter Termin nötig werden.

Funktioniert die Ortung auch bei Fußbodenheizung?

Ja. Gerade dort ist die Thermografie stark, weil die warmführenden Leitungen sich an der Oberfläche abzeichnen. Ergänzend prüfen wir mit Druckprobe, welcher Heizkreis betroffen ist.

Leckageortung in Ihrer Stadt

Feuchte Stelle, aber keine Ursache in Sicht?

Je früher geortet wird, desto kleiner bleibt der Schaden. Rufen Sie an, wir klären das.

0176 201 30 679